Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner Herbstprognose das globale Wirtschaftswachstum 2016 gegenüber seiner Einschätzung von April nach unten korrigiert. Er sieht das Jahreswachstum 2016 jetzt bei 3,1 % nach 3,2 % im Jahr 2015. Zwar hat die Weltwirtschaft damit an Fahrt verloren, dies aber, angesichts der Reihe von Unsicherheiten und Unterschiede in den einzelnen Ländern und Regionen, noch in einem vergleichsweise geringen Ausmaß.

Auch der Welthandel hat 2016 gelitten. Die Welthandelsorganisation (WTO) prognostizierte zuletzt einen Anstieg des Welthandelsvolumens von 1,7 %, nachdem im April 2016 die Einschätzung mit plus 2,8 % noch deutlich optimistischer gewesen war.

Die Stimmung an den globalen Finanzmärkten hat sich hinsichtlich der Einschätzung der Schwellenländer zwar verbessert, mit einem insgesamt guten Gesamtbild von Asien außer China und einem robusten Wachstum in Indien. Im Sektor der entwickelten Volkswirtschaften haben jedoch die politischen Spannungen und damit Unsicherheiten zugenommen. Hier sieht der IWF das Wirtschaftswachstum 2016 bei 1,6 % nach 2,1 % im Jahr 2015.

Erwartetes BIP-Wachstum 2016

Grafik: Erwartetes BIP-Wachstum 2016

In den USA ist der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts 2016 (BIP) von 2,2 % in der Juli-Prognose auf jetzt 1,6 % korrigiert worden. Es fehlt an Investitionen, der starke US-Dollar wird für den Export als Belastung empfunden. Unsicherheiten sind auch im Zuge des Präsidentschaftswahlkampfs und durch die Zinspolitik der Federal Reserve Bank entstanden.

Für die Eurozone rechnet der IWF 2016 mit einem Wachstum von 1,7 %, nach 2 % im Vorjahr. Die treibende Kraft der Erholung, der private Konsum, hat im zweiten Quartal an Dynamik verloren. Am 23. Juni stimmten zudem die Briten in einem Referendum für den Austritt aus der Europäischen Union. Dennoch ist die Wirtschaft im Euroraum auf Wachstumskurs geblieben. Im zweiten Quartal 2016 nahm das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat um 0,3 % zu.

In China, dessen Wirtschaftsentwicklung für die Weltkonjunktur und den Kupfermarkt von herausragender Bedeutung ist, hat sich das Wachstum in den ersten drei Quartalen etwa in der Mitte der für 2016 geplanten Bandbreite von 6,5 bis 7 % etabliert. In allen drei Quartalen wurde offiziell ein Wachstum von 6,7 % erreicht. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der IWF mit 6,6 %.