Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft befand sich im Herbst 2016 in einer moderaten Erholungsphase. Nach Einschätzung des IWF könnte sie im Jahr 2017 wieder Fuß fassen und mit plus 3,4 % gegenüber 2016 ein etwas beschleunigtes Wachstum aufweisen. Es wird jedoch klar darauf hingewiesen, dass diese Prognose von einer Reihe von Annahmen ausgeht und dass Risiken bestehen.

Positiv trägt die angenommene Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu der Einschätzung bei. Eine Rückkehr zu normaleren Bedingungen in einzelnen Staaten ist jedoch erforderlich. In rohstoffexportierenden Ländern begünstigen die wieder steigenden Rohstoffpreise die Entwicklung. Entscheidend ist aber vor allem, dass die wirtschaftliche Transformation Chinas weiterhin ohne größere Wachstumseinbrüche vonstattengehen muss, mit einer Wachstumsrate, die deutlich über der anderer Schwellenländern liegt.

Für die entwickelten Länder sind die Aussichten hingegen insgesamt gedämpft, obwohl sich generell der Aufschwung fortsetzen dürfte und einzelne Länder eine bessere Entwicklung aufweisen. Das Produktivitätswachstum in den Industrieländern ist eher gering und die Investitionstätigkeit teilweise zu schwach. Risiken liegen in der Tendenz zum Protektionismus. Sorgen bereitet den exportstarken Ökonomien der schwache Welthandel. Fragezeichen stehen darüber hinaus über der sehr expansiven Geldpolitik, die das Wachstum weltweit trägt.

In den für den Weltkupfermarkt wichtigen Regionalmärkten zeigen sich folgende Tendenzen für das Jahr 2017:

Der IWF geht für die USA davon aus, dass das Wirtschaftswachstum 2017 2,2 % (Vj. 1,6 %) erreichen wird. Die Unsicherheiten haben nach der erfolgten Wahl, die zu politischen Richtungsänderungen führen könnte, allerdings zugenommen. Für China wird ein Wachstum von 6,2 % (Vj. 6,6 %) angenommen, davon ausgehend, dass sich die Transformation zu einem stärker konsumorientierten Wachstum und zu einer stärker servicegestützten Wirtschaft weiterhin in geordneten Bahnen bewegen wird. In der EU-Zone rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 % (Vj. 1,7 %)und trägt damit auch den entstandenen Unwägbarkeiten bezüglich der wirtschaftlichen Konsequenzen des Brexit-Votums Rechnung. Deutschland wird dabei weiterhin, trotz eines geringeren Wachstums von 1,4 % (Vj. 1,7 %), als stabile Stütze der Gesamtregion gesehen.