Alles Gute für die Zukunft

Die ersten 150 Jahre Aurubis liegen hinter uns. Im Jubiläumsjahr 2016 haben wir dies gebührend gefeiert: auf vielen Veranstaltungen und mit einer umfassenden Chronik. Unzählige Gespräche wurden geführt, viele Glückwünsche sind uns zugegangen – für das Erreichte, aber vor allem für eine erfolgreiche Zukunft. Und darauf kommt es schließlich an.

Das Geschäftsjahr 2015/16 war für Aurubis nicht nur ein Jahr des Feierns und der Rückbesinnung, sondern auch ein Jahr des Übergangs, der Standortbestimmung, des Durchatmens vor dem Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt, in die nächsten 150 Jahre. Denn Aurubis wird sich in den kommenden Jahren so sehr verändern wie die Welt um uns herum. Es ist eine Welt voller Möglichkeiten, aber auch der Herausforderungen – für die Mitarbeiter, für das Unternehmen. Zusammen haben wir es in der Hand, das Beste daraus zu machen.

Alles Gute für die Welt

Alles Gute für unseren Konzern

Alles Gute für die Menschen

Alles Gute für die Welt

Gefragte Eigenschaften

Seit 150 Jahren versorgen wir die Welt mit Kupfer – einem Grundstoff, der für die Entwicklung moderner Gesellschaften unverzichtbar ist. Es sind seine vielfältigen Eigenschaften, die das „rote Metall“ so wertvoll machen: Kupfer leitet Strom und Wärme besser als jedes andere Metall mit Ausnahme von Silber. Ausserdem lässt es sich sehr gut verarbeiten und legieren. Darüber hinaus ist es äußerst langlebig und korrosionsbeständig, und es lässt sich unendlich oft wiederaufbereiten – ohne jegliche Qualitätseinbußen.

Wenn es um die Erzeugung, Umwandlung und Verteilung von Strom und um elektronische Anwendungen geht, ist Kupfer unverzichtbar: beim Aufbau von Stromnetzen in Schwellenländern ebenso wie beim Umbau bestehender Netze auf alternative Energien und dezentrale Strukturen. Von der Windturbine über das Kraftwerk bis hin zur Steckdose – Kupfer transportiert Energie auf effiziente Weise. Ob in der Gebäudetechnik, in Maschinen und Anlagen oder im Auto der Gegenwart und Zukunft: Kupfer ist immer mit dabei.

Mit der Welt vernetzt
Ein langer Weg von der Mine bis zu unseren Schmelzhütten. Nach tausenden von Seemeilen erreicht uns der Rohstoff Kupferkonzentrat aus Ländern wie Chile, Peru oder Kanada. Nach der Anladung mit Seeschiffen erfolgt der Weitertransport zu unseren Werken in Pirdop und Hamburg mit der Bahn oder auf dem Wasserweg mit kleineren Schuten.

4.832 US$ war der offizielle Settlement-Preis für eine Tonne Kupferkathoden am 30.09.2016 an der London Metal Exchange

Alles Gute für die Welt

Quadratisch, hochrein, gut

Wo der Wohlstand steigt, nimmt die Nachfrage nach Kupfer kräftig zu. Insbesondere China ist so zu einem der führenden Wachstumstreiber im Kupfermarkt geworden. Aber auch die weiter entwickelten Industrieländer bleiben dem Metall treu und verzeichnen Zuwachsraten der Nachfrage. Wir erreichen die internationalen Märkte über ein globales Vertriebsnetz, das zentral vom Konzernsitz in Hamburg aus gesteuert wird. Vertrieben werden Gießwalzdraht, Stranggussformate, Walzprodukte für die Industrie und den Architekturbereich, Stangen und Profile – alles in unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Abmessungen.

Alles Gute für die Welt

Das klassische Ausgangsprodukt für die Herstellung dieser Produkte ist die Kupferkathode, eine quadratische Kupferplatte höchster Reinheit, die auch das Format für den internationalen Kupferhandel an Metallbörsen darstellt. Überschussmengen aus den vier Elektrolysen des Aurubis-Konzerns, also Mengen, die nicht in die eigene Produktfertigung gehen, können deshalb ebenfalls international sehr gut vermarktet werden.

Weitere Infos zur London Metal Exchange unter:
www.lme.com

Auch Aurubis fährt mit Strom
Jan-Philip Drzymalla und das E-Mobil der Umweltschutzabteilung

Bis zu 100 kg Kupfer stecken durchschnittlich in einem E-Mobil und ca. 25 kg in jedem Mittelklasse-PKW

Alles Gute für die Welt

In der Zukunft steckt Kupfer

Kupfer ist ein Klassiker. Das Metall war bereits lange vor dem Beginn unserer Zeitrechnung im Gebrauch und hat durch stetig neue Einsatzmöglichkeiten weiterhin eine glänzende Zukunft. Ganze Wachstumsbranchen sind auf den Grundstoff Kupfer angewiesen. Dies bestätigt auch die Deutsche Rohstoffagentur, die in einer aktuellen Studie festhält: „Die meisten Zukunftstechnologien sind ohne Kupfer nicht denkbar.“

Alles Gute für die Welt

Voraussichtlich werden im Jahr 2035 allein für elektrische Transaktionsmotoren in Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen 5.000.000 t Kupfer benötigt. Windkraftanlagen oder der 3-D-Druck zählen ebenfalls zu den Wachstumsfeldern mit Kupferbedarf. Und noch eine weitere Eigenschaft macht Kupfer so zukunftsfähig: Dank seiner optimalen Recyclingfähigkeit ist es ein nachhaltiges Metall.

Kupferbedarf ausgewählter Zukunftstechnologien

Alles Gute für unseren Konzern

Unser Platz in einer neuen Welt

In den letzten zehn Jahren ist es zu stärkeren Veränderungen gekommen als in den 90 Jahren davor. Die Entwicklung schreitet immer schneller voran, wir richten uns darauf ein. Unsere Konzernstrategie wurde zuletzt im Geschäftsjahr 2012/13 überarbeitet. Wir haben dabei erkannt, dass unser Geschäft in besonderem Maße von Megatrends beeinflusst wird: Energie wird immer dezentraler generiert, auf neuen Wegen übertragen und weltweit in immer größeren Mengen verbraucht. Die Weltbevölkerung wächst – und mit ihr die großen urbanen Zentren. Eine global zunehmende Mittelschicht nutzt immer mehr Elektronik und neue Formen der Mobilität. All diese Entwicklungen haben einen gemeinsamen Nenner: Kupfer. Dessen Ressourcen sind nicht unerschöpflich. Recycling wird deshalb als Methode zur Kupfergewinnung weiter an Bedeutung zunehmen. Da aber die Komplexität von Produkten und Rohstoffen wächst, ist Know-how gefragt. Know-how, über das wir in besonderem Maße verfügen.

Alles Gute für unseren Konzern

Fragen, die uns bewegen

Bewährte Konstanten auch unter veränderten Rahmenbedingungen: unsere Kompetenz in der Kupfererzeugung und -verarbeitung, unsere Innovationsfähigkeit, unsere qualifizierten Mitarbeiter und unser Wissen um Kupfer. Auf dieser soliden Basis wollen wir zukünftig in noch größerem Maße neue Wege beschreiten, wie den der stärkeren Wertorientierung bei der Beschaffung und Verarbeitung von komplexen Rohstoffen.

23 Mio. t raffiniertes Kupfer benötigt die Welt jedes Jahr und der Bedarf wächst stetig

Alles Gute für unseren Konzern

Wir werden zudem unser gut funktionierendes Geschäftsmodell regelmäßig auf seine Zukunftsfähigkeit hin überprüfen. In welchen Bereichen sind wir besser als unsere Wettbewerber? Wo bieten sich Chancen? Wie verändern sich unsere Lieferanten und Kunden? Wie gehen wir mit diesen Veränderungen um? Wo liegen zukünftig überhaupt die Grenzen zwischen Lieferanten, Wettbewerbern und Kunden? Ein Unternehmen kann künftig all diese Rollen einnehmen – und dazu noch unser Partner sein, beispielsweise in der strategischen Rohstoffbeschaffung, der Vermittlung von Projektfinanzierungen oder in der technischen Produktentwicklung.

Unter dem Stichwort „closing the loop“ erörtern wir etwa Möglichkeiten, wie wir den Verkauf unserer Kupferprodukte direkt mit der Rücknahme von Produktionsreststoffen koppeln können. Solche geschlossenen Kreisläufe bieten für alle Beteiligten Vorteile im Hinblick auf Effizienz, Planbarkeit und Versorgungssicherheit.

Keine Siegerehrung ohne Kupfer

2.448 Medaillen wurden für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro produziert. Das große Ziel für alle Sportler: die Goldmedaillen. Streng genommen ist ihr Name nicht richtig, denn sie bestehen zu 98,8 % aus Silber und nur zu 1,2 % aus Gold. Die Silbermedaillen von Rio enthalten hingegen tatsächlich 100 % Silber. Und auch Kupfer ist immer auf dem Treppchen, denn Bronzemedaillen bestehen zu 95 % aus dem „roten Gold“ und zu 5 % aus Zinn.

Weitere Infos unter:
www.compoundchem.com

Alles Gute für unseren Konzern

Fragen, die uns bewegen – sie sind der Anstoß einer intensiven Auseinandersetzung, wenn wir die Vision und Strategie des Aurubis-Konzerns im Geschäftsjahr 2016/17 erneut auf den Prüfstand stellen werden.

Alles Gute für Aurubis: ein Wunsch und Anspruch, der uns bei der Strategiediskussion leiten wird.

Nach durchschnittlich 30 Jahren reif für die Wiederverwendung – Recyclingpotenzial von Kupfer steigt an

Alles Gute für den Menschen

Kupfer tut gut

Wussten Sie, dass ein wenig Kupfer auch in Ihnen steckt? Kupfer ist ein essenzielles Element für alle Lebewesen. Die empfohlene Tagesdosis für einen Erwachsenen beträgt 1,4 mg und wird im Normalfall über Lebensmittel aufgenommen – etwa über Avocados, Nüsse, dunkle Schokolade, Müslis oder Austern. Und Kupfer ist auch außerhalb des Körpers gut für die menschliche Gesundheit. Denn es ist antimikrobiell, d. h., es schützt vor Keimen. Das ist ein wesentlicher Grund, warum Wasserleitungen in Häusern aus Kupfer hergestellt werden. Die gleiche Eigenschaft kann auch die Gesundheit in öffentlichen Gebäuden verbessern, denn ein Großteil aller ansteckenden Krankheiten wird mittels Kontakt übertragen. Es liegt somit nahe, Türgriffe, Lichtschalter oder Handläufe aus Kupfer herzustellen – vor allem an Orten mit viel Publikumsverkehr und in sensiblen Einrichtungen wie den Krankenhäusern. Insgesamt werden Krankenhauskeime beispielsweise durch den Einsatz von Kupfer um über 90 % reduziert. Und auch in öffentlichen Verkehrsmitteln werden bereits Handgriffe aus antimikrobiellem Kupfer eingesetzt. Die antimikrobielle Wirkung der Kupferoberflächen lässt übrigens niemals nach – auch nicht bei intensiver Nutzung.

Bitte anfassen!
Krankenhäuser machen mit Kontaktflächen aus Kupfer gute Erfahrungen, in Deutschland etwa die Berliner Charité, das Klinikum Niederberg Velbert, das Allgemeine Krankenhaus Hagen oder die Asklepios-Klinik in Hamburg. Eine US-amerikanische Studie zeigte: Auf Intensivstationen können Kupferoberflächen, die durch einen Krankenhausaufenthalt verursachten Infektionen um 58 % senken.

90 % weniger Krankenhauskeime dank der antimikrobiellen Eigenschaften von Kupfer

Alles Gute für den Menschen

Gutes auch für unsere Mitarbeiter

Wir stellen also ein Produkt her, das die Gesundheit des Menschen fördert. Gesundheitsförderung ist auch für Aurubis als Arbeitgeber ein Kernthema. An allen Konzernstandorten haben wir Programme zum Arbeitsschutz ins Leben gerufen, um die Gefahr von Unfällen so weit wie möglich einzuschränken. Die Vermeidung von Verletzungen ist hierbei das Mindestziel, die Sicherung von Gesundheit der weitergehende Anspruch.

Alles Gute für den Menschen

Unser betriebliches Gesundheitsmanagement ist im Konzern strategisch verankert, nachhaltig ausgelegt und mit klar definierten Zielen verknüpft. In diesem Rahmen haben wir zahlreiche Präventivprogramme zur Gesunderhaltung aufgelegt, darunter Grippeschutzimpfungen, erweiterte Vorsorgeuntersuchungen und analysegestützte Intensivtrainings für Bauch- und Rückenmuskulatur. Letztlich kann es nur ein Ziel geben: null arbeitsbedingte Unfälle, Verletzungen und Erkrankungen.

Weitere Infos zu antimikrobiellen Eigenschaften von Kupfer unter:
www.antimicrobialcopper.org/de

Fit für die Zukunft
Robin Brasch und Eloge Lossa Sossou aus dem ersten Ausbildungsjahr nehmen Maß. Maßgerecht ist auch unsere umfassende Ausbildung junger Menschen zu Experten unterschiedlichster Fachrichtungen. Wir setzen damit auf Kontinuität und begegnen so den demografischen Herausforderungen der Zukunft.

180 Auszubildende machen wir allein in unserem Hamburger Werk fit für ihre berufliche Zukunft

Alles Gute für den Menschen

Unsere Verpflichtung endet nicht am Werkstor

Als produzierendes Unternehmen wissen wir um unsere Verantwortung. So ist es unser Selbstverständnis, dass die Auswirkungen des unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Menschen so gering wie möglich gehalten werden sollten. Eine komplexe Herausforderung angesichts des hohen Mengendurchsatzes und Energieverbrauchs, den die Kupferproduktion zwangsläufig mit sich bringt. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, integrieren wir Nachhaltigkeit direkt in unsere Konzernstrategie.

Alles Gute für den Menschen

Es beginnt bei einem Nachhaltigkeitsmonitoring der Lieferketten und zeigt sich auch darin, dass wir jedes Jahr hohe Beträge für den Umweltschutz bei der Kupferproduktion ausgeben. In der Regel fließt ein Drittel aller Konzerninvestitionen in entsprechende Maßnahmen. Deshalb gehören wir im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz zu den fortschrittlichsten Kupferproduzenten weltweit.

Unsere Ziele gelten nicht nur für den Konzern als Ganzes. Wir haben uns auch Ziele für die einzelnen Standorte gesetzt – sowohl für den Umweltschutz als auch für die Energieeffizienz. Geplante Produktionsstillstände in unseren Werken Hamburg und Pirdop haben wir nicht nur genutzt, um Anlagen zu überholen und Prozesse zu optimieren – sondern auch, um weitergehende Umweltschutzmaßnahmen zu implementieren.

Alles Gute für den Menschen

In der Zukunft steckt Kupfer

In Hamburg wurde beispielsweise eine neue Anlage installiert, um die Rückgewinnung von Silber und Gold aus dem Zwischenprodukt Anodenschlamm zu optimieren. Damit sparen wir jährlich 35 % Energie und 460 t CO2 ein.

Ressourcen sind endlich und müssen nachhaltig bewirtschaftet werden. Recyclingverfahren gewinnen deshalb für uns stetig an Bedeutung. Dies gilt vor allem für Kupfer, das in zahlreichen Produkten steckt und ohne jegliche Qualitätseinbußen wiederverwendet werden kann. Wir können aber auch zahlreiche weitere Elemente durch Poly-Metall-Recycling aufbereiten, darunter Edelmetalle, Nickel, Zinn, Blei und Zink. Allein im letzten Jahr haben wir auf diese Weise bis zu 700.000 t Material einem qualifizierten Recyclingzugeführt. So schließen wir den Stoffkreislauf für viele Rohstoffe, eröffnen uns neue Geschäftsfelder und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen.

Alles Gute für den Menschen

Übrigens: Nicht nur Ressourcen sind umkämpft. Auch auf dem Arbeitsmarkt müssen wir uns immer wieder aufs Neue als attraktiver Arbeitgeber behaupten. Der demografische Wandel verstärkt diesen Wettbewerb um Fachkräfte. Aus- und Weiterbildung ist zentral für den nachhaltigen Erfolg unseres Konzerns. Unsere hohen Ausbildungs- und Übernahmequoten sind deshalb nicht nur gut für unsere Mitarbeiter, sondern auch für Aurubis als Ganzes.

Höchster Umweltschutzstandard weltweit